Internationaler Menschenrechtsbericht des US Außenministeriums 2007

Deutsche Regierung in der Kritik wegen Diskriminierung religiöser Minderheiten.


Das US-Außenministerium berichtet in seinem Menschrechtsbericht 2007, gerade herausgegeben am 11.03.2008, dass die deutsche Regierung auch im Jahre 2007 einigen Religionsgemeinschaften, u.a. auch der Scientology Kirche, die Anerkennung versagte.


Angesichts der weltweiten Anerkennung der Scientology Kirche außerhalb Deutschlands ist dies nur schwer nachvollziehbar. Speziell im Berichtszeitraum wurde Scientology in Spanien, Portugal und Südafrika als Religionsgemeinschaft offiziell staatlich anerkannt. Weiterhin entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in einer bahnbrechenden Entscheidung am 05.04.07, dass die Scientology Kirche als Religionsgemeinschaft den Schutz der Religions- und Vereinigungsfreiheit gemäß der Europ. Menschenrechtskonvention für sich beanspruchen kann.


Der Menschenrechts-Bericht des US Außenministerium kritisierte außerdem, dass einige deutsche Behörden Scientologen weiterhin stigmatisierten und dies in Diskriminierungen von Scientologen, sowohl durch staatliche Stellen als auch im privaten Sektor, resultierte.

Dies ist ein Vorwurf, der sich regelmäßig in den Menschenrechtsberichten der US-Regierung wiederholt. Unter anderem wurden Vorfälle um John Tavolta und Tom Cruise aufgegriffen, welche im Jahr 2007 allein aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit in Deutschland diskriminiert worden waren. Als amerikanische Staatsbürger ist ihre Behandlung in Deutschland im Hinblick auf die Religionsfreiheit offensichtlich auch für die US-Regierung von Bedeutung.

„Die deutsche Regierung ist aufgefordert in sich zu gehen, sich auf das Grundgesetz und die Menschenrechte zu besinnen, und deren Garantien auch in Deutschland für Mitglieder religiöser Minderheiten wie Scientology anzuerkennen und sie zu schützen“, so die Sprecherin der Scientology Kirche Deutschland e.V., Maja Nüesch.

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~ von Roman - 13. März 2008.

 
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